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Mirabellplatz 1
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ABSOLVENTENKONZERT MASTERSTUDIUM BLASORCHESTERLEITUNG

Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg

Samstag, 12. Oktober 2013, 18:00 Uhr

Großes Studio, Universität Mozarteum, Mirabellplatz 1

 

Absolventen des Masterstudiums Blasorchesterleitung an der Universität Mozarteum Salzburg beschließen ihr Studium mit einem Konzertprogramm, welches – zusammengesetzt aus repräsentativen Originalwerken und bläsersymphonischen Bearbeitungen hochstehender Musikliteratur – das professionelle künstlerisch interpretatorische sowie das dirigentisch handwerkliche Potential der Dirigenten zur Geltung kommen lässt. Jeder Kandidat präsentiert in seinem Programm ein Werk mit eigener Instrumentierung, begleitet Vokalsolisten und bringt zeitgenössische Originalliteratur (der höchsten technischen Schwierigkeitsstufe) zur Aufführung. Eine besondere Erfahrung im Rahmen dieses Konzerts gewinnen die Absolventen aus der Arbeit mit der „Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg“ und leiten im Zuge dessen einen Klangkörper von internationalem Niveau.

Otto Nicolai, Gründer der Wiener Philharmoniker, hatte seinen großen kompositorischen Wurf mit der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“, deren auch konzertant sehr beliebte Ouvertüre von Helmut Oberdorfer, Absolvent des Masterstudiums Blasorchesterleitung 2010, in eine bläsersymphonische Fassung gebracht wurde. Mit diesem Werk eröffnet Georg Kreiseder (aus Bergheim bei Salzburg) als Absolvent dieses Jahres sein Programm. Anschließend begleitet er den Bariton Robert Davidson zu Gioacchino Rossinis Bravourarie „Largo al factotum“ aus dem „Barbier von Sevilla“. Daraufhin präsentiert er seine künstlerische Masterarbeit, die Orchestrationen für Bläsersymphonik von Claude Debussys Klavierstücken „Golliwogg's Cake Walk“, „La fille aux cheveux de lin“ und „Le petit negre“.

Exemplarisch für die seit Jahren sehr gute Kooperation mit der Klasse für Orchesterdirigieren steht der Auftritt der Studierenden bei Hans Graf und vormals Jorge Rotter: Silvia Vassallo Paleologo aus Italien und Paul Willot-Förster aus Deutschland.

Silvia Vassallo Paleologo dirigiert ein Programm mit starker italienischer Note. Anlässlich des Verdi-Gedenkjahres beginnt sie mit der Ouvertüre zu „Nabucco“, gefolgt vom Musette-Walzer „Quando m’en vo” aus Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ mit der Sopranistin Natsumi Uchi. Beide Werke werden in Fassungen für Bläsersymphonik von Albert Schwarzmann zu hören sein. Als Originalwerk wird Silvia Paleologo die Variationen über das „Porazzi“-Thema von Richard Wagner aus Alfred Reeds Symphonie Nr. 3 zur Aufführung bringen und somit auch dem zweiten großen Jahresregenten eine Reverenz erweisen.

Paul Willot-Förster wird sich Wolfgang Amadeus Mozarts Musik in Arrangements von Albert Schwarzmann widmen. Die Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“ erweist sich für ein Blasorchester stets als Herausforderung bezüglich Klangkultur und Stilempfinden. Gleiches gilt für die große Fiordiligi-Arie „Per pietà“ aus „Così fan tutte” samt vorangestelltem Rezitativ „Ei parte“ (Arr. H. Oberdorfer) mit der Solistin Alice Depret. Mit Gustav Holsts „First Suite in E-flat“ kommt ein Klassiker der Originalliteratur für Blasorchester des frühen 20. Jahrhunderts aufs Podium.

Ernst Ludwig Leitner, langjähriger Professor an der Universität Mozarteum und renommierter österreichischer Komponist der Gegenwart, schuf mit seiner Oper „Die Sennenpuppe“, bei welcher das Orchester bis auf eine Harfe und einen Kontrabass ausschließlich aus Bläsern und Perkussionisten besteht, das erste deutschsprachige Œuvre dieser Art. Zwei Jahre nach der Uraufführung 2008 im Stadttheater Gmunden (Oberösterreich) und erfolgreichen Folgeaufführungen, alle mit der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg unter ihrem Chefdirigenten Hansjörg Angerer, extrahierte Leitner eine dreiteilige Suite seines Bühnenwerkes. Diese Fassung für Bläsersymphonik wurde im November 2010 im Großen Saal der Stiftung Mozarteum von der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg und Hansjörg Angerer uraufgeführt. Für das Programm des Absolventenkonzertes hat sich jeder der Dirigenten einen Teil der „Sennenpuppen“-Suite erarbeitet, Georg Kreiseder die „Abendmusik“, Paul Willot-Förster die „Nachtmusik“ und Silvia Vassallo Paleologo die „Morgenmusik“.