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Neujahrskonzert 2019

6. Jänner 2019, 11.00 Uhr, Felsenreitschule, Salzburg

„Klang der Donaumonarchie”

Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg
Solist: Martin Grubinger
Dirigent: Hansjörg Angerer

Neujahrskonzert 2019 der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg: Die Musik des vor 100 Jahren untergegangenen Habsburgerreiches lebt!

In der Musik lebt die Donaumonarchie auch ein Jahrhundert nach ihrem Zerfall fort. Die letzte Glanzzeit des Weltreiches wird von der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg in deren Neujahrskonzert 2019 zum Klingen und Leuchten gebracht. Chefdirigent Hansjörg Angerer suchte Meisterwerke jener führenden Komponisten aus, die während der letzten hundert Jahre der Habsburgermonarchie wirkten und zu ihren musikalischen Chronisten wurden. Aus der ebenso imposanten und schwungvollen wie gefühlvollen und wehmütig angehauchten Musik ersteht ein mondänes Klangreich.

Der Klang der Donaumonarchie: Das sind der Walzer und der Marsch ebenso wie der Czárdás, die Polka, die Mazurka, der Skocˇná-Springtanz oder die Sousedská. So wurde von den polnischen Randgebieten über Böhmen, Mähren, Ungarn und Österreich bis zum Balkan getanzt, musiziert, gefühlt – und alles in den Werken musikalischer Meister verewigt.

Eröffnen wird den Musikreigen der Donaumonarchie im bläserphilharmonischen Neujahrskonzert 2019 der letzte Wiener Hofballmusikdirektor Carl Michael Ziehrer. Sein Marsch aus der Operette „Die Landstreicher“ greift Melodien aus dem Duett zweier Leutnante auf: „Zauber der Montur, dazu Figur und Positur“. Einer der Väter der Wiener Tanzmusik, Joseph Lanner, setzte mit seinem raffi nierten Walzer „Die Mozartisten“ der Zeit der Klassik und dem Salzburger Komponisten ein Denkmal.

„Arm in Arm“ geht es weiter mit einer Polka mazur des wohl Feinfühligsten der Strauss-Dynastie, Josef „Pepi“ Strauss. In der Ouvertüre zu „Pique Dame“ des „goldenen“ Operettenkomponisten Franz von Suppé spiegelt sich dann auf besonders beeindruckende Weise Glanz und Tragik des untergehenden Habsburgerreiches. Danach folgt als mitreißende Ergänzung zu den Werken der Donaumonarchie eine Suite mit dem internationalen Schlagwerk-Starsolisten Martin Grubinger.

Julius Fucˇík ist ein Paradebeispiel eines Kapellmeisters und Komponisten jener Zeit: Der Prager wirkte in seiner Heimatstadt und an weiteren repräsentativen Orten der Monarchie. In seinem großartigen Walzer „Winterstürme“ klingt unterschwellig eine Morbidität mit, die allmählich einen Schatten auf das Habsburgerreich geworfen hat. So wie alle Musiker in der Donaumonarchie beherrschte auch der Wiener Kapellmeister und philharmonische Konzertmeister Josef Hellmesberger jun. den unvergleichlichen Tonfall der schwermütigen Mazurka, wie in seiner Polka mazur „Unter vier Augen“ zu hören sein wird.

Bedrˇich Smetana schenkte seinen böhmischen Landsleuten mit der „Verkauften Braut“ ihre Nationaloper und der ganzen Welt unvergängliche slawische Melodien und Rhythmen, im Konzert nachzuhören im mitreißenden „Tanz der Komödianten“.

Von Böhmen mitten hinein ins Magyarland führt der erste „Ungarische Tanz“ von Johannes Brahms, der die Hälfte seines Lebens in Wien, der Hauptstadt der Donaumonarchie, verbrachte und als Norddeutscher ein verblüffendes und untrügliches Gespür für den Tonfall des östlichen Nachbarlandes an der Donau entwickelte. Der dort mit Leidenschaft getanzte Czárdás wurde auch von dem von Brahms bewunderten Johann Strauss Sohn beherrscht und immer wieder – wie in seiner einzigen Oper „Ritter Pázmán“ – kompositorisch ausgelebt. Die Czárdás-Klänge fl ießen schließlich in den alles bezwingenden Strom des „Donauwalzers“, der wohl populärsten Tondichtung aus der Zeit der Donaumonarchie.

Carl Michael Ziehrer

 

„Zauber der Montur“. Marsch aus der Operette

„Die Landstreicher“ op. 493

Joseph Lanner

 

„Die Mozartisten“. Walzer op. 196

Josef Strauss

 

„Arm in Arm“. Polka mazur op. 215

Franz von Suppé

 

Ouvertüre zur Operette „Pique Dame“

Arrangement

 

Mozarteum Percussion Suite

Julius Fučík

 

„Winterstürme“. Walzer op. 184

Josef Hellmesberger jun.

 

„Unter vier Augen“. Polka mazur op. 15

Bedřich Smetana

 

„Tanz der Komödianten“ aus der Oper „Die verkaufte Braut“

Johannes Brahms

 

Ungarischer Tanz Nr. 1 g-moll WoO 1

Johann Strauss Sohn

 

„Czárdás“ aus der Oper „Ritter Pázmán“

„An der schönen blauen Donau“. Walzer op. 314