Fassungen für Bläsersymphonik

Die Grundlage der von der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg zur Aufführung gebrachten bläsersymphonischen Arrangements sind weniger traditionelle Blasmusikschemata, sondern viel mehr die Bläser(kammer)musik und die Bläserbehandlung der großen Symphoniker von der Klassik bis Richard Strauss. Bei diesen Instrumentationen – zahlreiche Werke wurden in hervorragenden Fassungen von Albert Schwarzmann für die Bläserphilharmonie maßgeschneidert – genießt der künstlerische Aspekt von Orchestersatz und Instrumentation absolute Priorität. Jeglicher Schematismus, der die Kreativität bei der Klangmalerei eindämmen konnte, wird tunlichst vermieden. So entsteht mit immer wieder leicht variierenden Besetzungen ein der jeweiligen Musik angepasster Klangfarbenreichtum bei großer Transparenz, wie er sonst im Symphonieorchester vorgefunden wird. Neben variabel besetzten Symphonieorchesterwerken werden aber auch Kompositionen für Streicher, Klavier und gemischte Ensemblemusik in bläsersymphonische Arrangements verwandelt.
Diese Neufassungen für Bläsersymphonik, welche in der Fachwelt große Anerkennung hervorriefen, sind zwar für die Möglichkeiten der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg maßgeschneidert, stellen jedoch auch praktikable neue Literatur für gut besetzte Blasorchester dar.


Albert Schwarzmann, geboren 1968 in Innsbruck, absolvierte Studien für Horn (Universität Mozarteum Salzburg) und Dirigieren (Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck) und hat in jahrelanger intensiver Beschäftigung mit symphonischer Bläsermusik bisher mehr als 200 Werke für verschiedene Besetzungen arrangiert. Seit 2006 lehrt Albert Schwarzmann Instrumentation und Arrangement für Blasorchesterleitung an der Universität Mozarteum Salzburg.